Verborgene Vorannahmen - die präsentierende Frage:

Verborgene Vorannahmen - die präsentierende Frage

Konfrontieren wir das Gehirn mit einer Frage, konzentriert es sich in einer spontanen Reaktion auf die Frage. Das Gehirn ist erst zufrieden, wenn es eine befriedigende Antwort gefunden hat.

Zusätzliche Informationen oder Suggestionen werden im Zusammenhang mit einer Frage dann einfach als Tatsache akzeptiert.

Die präsentierende Frage ist natürlich auch eine suggestive Frage. Der Unterschied liegt im bezweckten Ziel. Bei der präsentierenden Frage geht es nicht in erster Line um die Suggestion an sich, sondern dem geschickten Einbringen einer Information.

Beispiel

„Wussten Sie, dass 79% aller Deutschen das Internet inzwischen nutzen?“
Indem ich danach frage, rutscht die Information einfach am logischen Verstand vorbei.

Die 79% werden einfach als Tatsache akzeptiert.

Muster

Sie formulieren eine Information, die Sie Ihrem Gegenüber mitteilen wollen und verpacken diese Information in eine Frage.

Beispiel

„Was werden Sie mit zusätzlich 5.000 Euro machen, die Sie im nächsten Monat verdienen?“
Ich habe unterstellt, dass 5.000,- Euro verdient werden und zwar schon nächsten Monat. Stellen Sie sich diese Frage mal im passenden Kontext vor. Verzaubernd nicht wahr?

Hier noch ein paar weitere Beispiele:

„Wo werden Sie die erlernten Sprachmuster zuerst einsetzen?“
„Haben Sie noch Fragen oder sind Sie bereit für den nächsten Schritt?“
„Wie Sie wissen, nutzen Sie unbewusst schon fast Ihr ganzes Leben hypnotische Sprachmuster."
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