Gedanken lesen - Bauen Sie Vertrauen auf!

Gedanken lesen - Bauen Sie Vertrauen auf!

Der Name dieses Sprachmusters ist ein wenig irreführend, da wir natürlich nicht wirklich die Gedanken lesen können. Der Begriff stammt aus dem NLP.

Es ist vielmehr eine Technik, um Vertrauen aufzubauen, zu der wir eine bestimmte Art der Formulierung nutzen.

Ziel ist es, einen guten Rapport aufzubauen. Indem wir das Gefühl geben, als ob wir das innere Erleben unseres Gegenübers kennen würden.

Beispiel

„Na, haben Sie es verstanden?“
„Sie haben Recht, damit Sie sich vorstellen können, was Sie sich nicht vorstellen sollen, müssen Sie es sich zuerst einmal vorstellen.“
„Wenn Sie sich jetzt fragen, wie das Muster arbeitet, sind Sie sicher nicht alleine, das ist zu diesem Zeitpunkt völlig gerechtfertigt.“
Diese Sätze holen Sie bei Ihrem inneren Erleben ab, sind jedoch ganz allgemein gehalten.

Umso spezifischer Sie werden, umso eher liegen Sie daneben.

Wir wollen im Unterbewusstsein des anderen ein vertrautes Gefühl erzeugen:

„Mensch, das ist ja jemand, der mich versteht.

Der versteht, wie ich denke.

Der ist wie wir.“
Wir lösen mit dem Gedankenlesen eine leichte Trance bei unserem Gegenüber aus, da wir Ihn in eine kleine Gedankenschleife führen.

Dieses Sprachmuster kann mannigfaltig eingesetzt werden.

In der Beziehungsphase eines Verkaufsgesprächs, indem wir uns ja um eine gute Beziehung zum Kunden bemühen, macht der gekonnte Einsatz dieses Sprachmusters durchaus Sinn.

In der Einwandsvorwegbehandlung kann dieses Sprachmuster auch eine gute Taktik sein, vor allem wenn es immer um wiederkehrende Einwände geht. Sie nutzen dann quasi den Einwand zur Vertrauensstärkung.

Beispiel

Jetzt fragen Sie sich sicher, ob das Ganze nicht zu teuer wird.

Hierzu haben wir eine kleine Überraschung für Sie.

Zusätzlich bekommen Sie …“
„Sie haben Recht, 4.000,- Euro sind als Investition viel Geld, die gut überlegt werden sollte.“
„Und wenn Sie jetzt noch zweifeln, dann sind Sie damit nicht alleine, lesen Sie hier, wie es vielen unserer Kunden ergangen ist…“
Seien Sie mit dem Sprachmuster "Gedanken lesen" jedoch vorsichtig!

Steht das Erleben ihres Gegenübers im krassen Gegensatz zu Ihren Worten, werden Sie das Vertrauen Ihres Gegenübers schnell verlieren.
Um es Ihrem Empfänger leichter zu machen, Ihre Aussagen zu akzeptieren, machen Sie diese wieder weicher mit einem „vielleicht“, „möglicherweise“, „es mag sein“ oder etwas Ähnlichem.

Beispiel

„Vielleicht merken Sie bereits, wie mächtig dieses Sprachmuster ist.“
„Möglichweise fragen Sie sich, wie es sich anfühlt, grenzenlos Geld zur Verfügung zu haben.“
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